Patientenverfügung Formular




Patientenverfügung Vordruck und Patientenverfügung Formular

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Eine Patientenverfügung ist eine Erklärung einer Person, in der sie regelt, wie bei zukünftigen medizinischen Behandlungen verfahren werden soll. Die Patientenverfügung gibt damit den Willen des Patienten wieder, wenn dieser selbst zum Zeitpunkt einer Behandlung nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen bezüglich einer medizinischen Behandlung zu äußern. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich der Patient in einem komatösen Zustand befindet oder bewusstlos ist. Zudem ist eine Patientenverfügung auch eine Vorsorge für den Fall, wenn der Patient seinen Willen aufgrund einer fortschreitenden Demenz oder einer anderen Krankheit, die seinen geistigen Zustand verschlechtert, nicht mehr äußern kann. In diesen Fällen kann der Wille des Patienten bezüglich möglicher Behandlungen aus der Patientenverfügung entnommen werden. Wir arbeiten eng zusammen mit dem Humanistischer Verband Deutschlands und der Bundeszentralstelle Patientenverfügung, die Sie unter Patientenverfügung.de finden. Bei uns finden Sie die Patientenverfügung zum ausdrucken. Der Patientenverfügung Vordruck wurde von unserer Redaktion geprüft und zusammen mit einem Anwalt erstellt. Dennoch übernehmen wir keine Garantie.


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Die Patientenverfügung ist in Deutschland im Bürgerlichen Gesetzbuch in § 1901a geregelt. Daraus ist zu entnehmen, dass die Patientenverfügung für zukünftige medizinische Behandlungen gilt, die noch nicht unmittelbar bevorstehen. Eine Patientenverfügung regelt also die Fälle, die noch nicht absehbar sind und von denen noch nicht feststeht, dass sie überhaupt eintreten. Es handelt sich also um eine vorsorgliche Regelung, deren Eintritt aber ungewiss ist. Für Operationen, die unmittelbar bevorstehen, kann demnach keine Patientenverfügung verfasst werden. Hierbei ist der Wille des Patienten unmittelbar den Ärzten mitzuteilen. Dies kann durch den Patienten, anders als bei einer Patientenverfügung, auch mündlich geschehen. Eine Patientenverfügung muss schriftlich verfasst sein. Sie muss nicht handschriftlich verfasst sein, es reicht auch aus, ein Formular auszufüllen, das man vielerorts erhalten kann, unter anderem auch aus dem Internet herunterladen kann. Die Patientenverfügung, egal ob handschriftlich oder nur schriftlich verfasst, muss vom Patienten eigenhändig unterschrieben sein. Die Patientenverfügung ist dann gültig, wenn der Patient zum Zeitpunkt der Unterschrift volljährig und einwilligungsfähig ist. Der Patient muss also in der Lage sein, seinen eigenen Willen zu äußern und sich über diesen Willen auch im Klaren sein.

Kann der Patient die Verfügung nicht mehr eigenhändig unterschreiben, ist diese von einem Notar zu beurkunden, damit auch ohne Unterschrift gültig. Eine mündlich geäußerte Patientenverfügung kann aber auch wirksam sein. Dies ist der Fall, wenn der Patient selbst nicht mehr handlungsfähig ist, Ärzte aber mithilfe von Angehörigen versuchen, den Patientenwillen zu rekonstruieren. Äußerungen des Patienten gegenüber seinen Angehörigen können so wirksam sein.

In der Patientenverfügung trifft der Patient Regelungen darüber, wie in verschiedenen Szenarien medizinische Behandlungen zu erfolgen haben. Eine häufig getroffene Entscheidung in Patientenverfügungen ist, dass der Patient auf lebenserhaltende und lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet, sollte keine Aussicht mehr auf Besserung bestehen. Der Patient kann somit im Falle des Eintritts eines solchen Falles bestimmen, dass er nicht mittels Maschinen künstlich am Leben gehalten werden möchte. Gleiche Regelungen kann er treffen, falls er im Koma liegen sollte. In Patientenverfügungen kann ein Patient zusätzlich auch regeln, dass er beispielsweise keine Bluttransfusionen bekommen möchte. Es kann auch bestimmt werden, dass Wiederbelebungsversuche unterlassen werden sollten. Weiterhin kann sich der Patient auch zu Behandlungsmethoden äußern. Er kann beispielsweise bestimmen, dass zwar seine Schmerzen gelindert werden sollen, die eigentliche Krankheit aber nicht behandelt werden soll. Der Patient kann jedoch keine Bestimmungen treffen, die zu Straftaten andere Personen führen würden.

Was kostet die Erstellung einer Patientenverfügung?

Die Kosten, die mit der Erstellung einer Patientenverfügung einhergehen, müssen nicht hoch sein. Es ist ja sogar möglich, wie bei einem Testament, diese kostenlos handschriftlich zu Hause selbst zu machen, einen Zeugen unterschreiben zu lassen und dann im Schrank aufzubewahren. Allerdings fühlen viele sich bei dieser Lösung natürlich nicht sicher, aus Angst nicht präzise zu sein. Doch im Internet findet man viele kostenlose Vordrucke, auch als Textbausteine, da eine Verfügung ja individuell sein soll. Beim Bundesministerium der Justiz beispielsweise gibt es solche als PDF-Datei zum Herunterladen.

Notarkosten – was kostet der Notar?

Um sicherzugehen, lassen viele ihre Verfügung von einem Notar beglaubigen. Die notariellen Standardkosten für eine Patientenverfügung betragen 60 Euro. Dazu kommen etwaige Portokosten, die Dokumentenpauschale und Mehrwertsteuer. Manchmal ist bei bettlägerigen und kranken Menschen auch ein Hausbesuch des Notars nötig. Diese Kosten sind auch standardmäßig in der Gebührenordnung für Notare festgelegt. Sie betragen bei einer Patientenverfügung 50 Euro plus Fahrtkosten.

Ärztliche Patientenverfügung

Da eine ärztliche Beratung bei diesem Thema sowieso angesagt ist, bietet es sich an, die Patientenverfügung gleich vom Arzt vornehmen zu lassen. Die Kosten hierfür sind festgelegt in der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) und betragen zwischen 129,97 Euro und 191,52 Euro. Dies beinhaltet die ärztliche Beratung mit dem Durchgehen und Besprechen des Selbstbestimmungsfragebogens, die Ausfertigung der Verfügung und auf Wunsch auch den Eintrag in das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer sowie die Ausstellung eines Vorsorgeausweises in Scheckkartengröße. Mehr Informationen und eine Liste von Ärzten gibt es bei aerztlichepatientenverfügung.de.

Patientenverfügungen gegen Gebühr

Es gibt Organisationen, die nicht nur Vordrucke zum Abschreiben anbieten, sondern solche zum Ankreuzen, so dass hinterher ein unterschriftsreifes Dokument erstellt wird. Auch hier werden natürlich Gebühren fällig. Der „Humanistische Verband Deutschlands“ beispielsweise bietet einen umfassenden Service an. Da gibt es einmal die Standardvollmacht, die man online ausfüllen und abschicken kann. Die Gebühr beträgt 30 Euro. Dann gibt es die „Optimale Patientenverfügung“: Beim Vordruck für die Erstellung einer solchen sind nicht nur vorgefertigte Fragen anzukreuzen, sondern es ist auch Raum, um die für die Entscheidungen des Arztes so wichtige individuelle Situation zu schildern. Dabei wird eine Gebühr von 90 bis 120 Euro fällig. Die Unterlagen hierfür gibt es nicht nur im Netz, sondern es besteht auch die Möglichkeit der postalischen Zusendung. Im Preis eingeschlossen ist auch ein „(palliativ-)medizinisch fachkundige(s) Beratungsangebot (z. B. zu Koma oder Alzheimer-Demenz)„. Alle Informationen gibt es unter patientenverfuegung.de. Hier findet man übrigens auch eine Liste aller Anbieter von kostenlosen Vordrucken.

Mag kommen, was will: Patientenverfügung für Minderjährige

„Eine Patientenverfügung für mich? Ich bin doch noch so jung! Über eine Krankheit oder etwa den Tod mögen sich ältere Leute Gedanken machen, aber doch nicht ich. Und überhaupt – meine Eltern wissen doch sowieso immer alles besser und entscheiden über mich, ob ich es will oder nicht. Sollen sie es halt auch dann tun, wenn ich sterbenskrank bin. Und wenn es hart auf hart kommt, kann ich das ja immer noch machen.“

So oder ähnlich denken sicherlich die meisten Jugendlichen und schieben das Problem erst einmal entrüstet von sich. Es ist nicht unbedingt „in“, sich darüber auszulassen, was sein könnte, wenn das Unfassbare dann doch geschieht. Irgendwie klingt es morbide, sich schon in jungen Jahren Gedanken über den Tod zu machen und außerdem und streng genommen macht es natürlich auch keinen Spaß.




Und doch: Ist es denn eine Selbstverständlichkeit, dass nur alte Menschen sterben? Beim Blick in die Tageszeitung zeigt sich, dass auch schon kleine Kinder betrauert werden. Auch, dass Jugendliche Unfälle haben und dabei zu Tode kommen – manchmal als Beifahrer im Auto, manchmal aber auch selbst verschuldet durch Unachtsamkeit, beispielsweise beim Fahrradfahren, beim Sport, oder ja, auch durch Krankheit. So betrachtet wird einem klar, dass es keine Sicherheit im Leben gibt.

An diesem Punkt kommt einem natürlich auch der Gedanke, was mit all den geliebten Dingen passiert, die einem gehören. Sollte man es den Eltern überlassen, darüber zu entscheiden? Aber vielleicht sind die Eltern überhaupt nicht in der Lage, in ihrer Trauer das richtige zu tun. Oder sie wissen überhaupt nicht, wem man eigentlich was gerne hinterlassen hätte. Dann der nächste, wirklich erschreckende Gedanke: Möchte man vielleicht lange Zeit an Apparaten angeschlossen sein, obwohl die Aussichten, wieder gesund zu werden, aussichtslos sind? Möchte man es der geliebten Mutter oder dem geliebten Vater zumuten, diese Entscheidung zu treffen? Es ist doch so: Beide werden es wohl kaum übers Herz bringen, die lebenserhaltende Technik für ihr Kind abschalten zu lassen.

Es spricht also vieles dafür, dass auch schon Minderjährige eine Patientenverfügung machen und Vorsorge treffen für ihr Leben – und damit für ihren Tod. Sicherlich ist es erst einmal erschreckend, sich darüber Gedanken zu machen – aber nur auf den ersten Blick. Hat man erst einmal den Entschluss gefasst, darüber mit den engsten Freundinnen und Freunden zu sprechen, ist die erste entscheidende Hürde genommen. Jetzt kann man sich Informationen besorgen, abwägen, mit den Erwachsenen diskutieren und über sein Leben entscheiden. Zum Erwachsenwerden gehört diese Art der Verantwortung mit Sicherheit
dazu.

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Halten sich Ärzte an die Inhalte einer Patientenverfügung?

Gesetzgeber und oberste Bundesrichter sind sich einig: Ärzte müssen sich an Patientenverfügungen halten, wenn diese korrekt und umfassend formuliert sind. Außer einem verbleibenden Interpretationsspielraum gibt es also für Ärzte keine Möglichkeiten mehr, sich juristisch korrekt über Patientenverfügungen hinwegzusetzen. Daraus folgt auch, dass lebensverlängernde Maßnahmen, die Ärzte für unumgänglich halten, von diesen zu unterlassen sind, sofern dies in einer Patientenverfügung wirksam festgelegt ist.

Die Grundlagen für diese bindende Festlegung ergeben sich aus dem Gesetz zur Patientenverfügung, das bereits seit 2009 gilt. Der Bundesgerichtshof hat zwischenzeitlich auch entschieden, dass diese Gesetz so umzusetzen ist, dass die Ärzte in jeden Fall eine bindende und korrekt formulierte Patientenverfügung zu beachten haben. Für die Praxis ist es daher wichtig, dass die Patientenverfügung korrekt und umfassend erstellt wird. Das ist nicht unbedingt einfach, denn der Patient kann nicht jetzt schon wissen, welche denkbaren Fallkonstruktionen für ihn in Zukunft relevant werden. Patientenverfügungen, die allzu pauschal formuliert sind, könnten also unwirksam sein, weil die Ärzte aus ihnen nicht konkret genug ableiten können, was denn der Patient zu Lebzeiten überhaupt festlegen wollte.

Scheinbar ist das Gesetz zur Patientenverfügung klar formuliert: Ein Arzt hat sich an die Patientenverfügung zu halten. Doch es gibt weitere Gesetze und Vorschriften, die den Arzt in seinem Verhalten binden. So ist er zur Nothilfe verpflichtet, wenn er Gefahr für Gesundheit oder Leben einer Person befürchten muss. Ob diese rechtliche Regelung greift oder durch eine Patientenverfügung außer Kraft gesetzt wird, ist im Einzelfall zu entscheiden. Relevant kann die Patientenverfügung nur werden, wenn sie dem Arzt umfassend bekannt ist und aus dieser auch klar ableitbar ist, ob bestimmte lebensrettende Maßnahmen durchzuführen sind oder zu unterbleiben haben. In zweiten Fall wird dann eine Nichtbeachtung der Patientenverfügung zur Zwangsbehandlung, die juristisch sogar als Körperverletzung einzuordnen ist.

Damit eine Patientenverfügung wirksam zu einer Beachtung durch die Ärzte führt, muss diese also detailliert, genau und umfassend formuliert werden. Es sollten Hinweise unterbleiben, die so interpretiert werden könnten, dass der Arzt zu aktiver Sterbehilfe aufgefordert wird. Auch sollte die Patientenverfügung nicht zu allgemein gehalten sein. Die Verfügung auf den Verzicht zur Intensivmedizin ist beispielsweise zu wenig konkret, um sie auf praktisches ärztliches Verhalten anwenden zu können. Es muss zwar nicht auf jeden Einzelfall eingegangen werden, aber eine Patientenverfügung sollte so konkret aufgebaut sein, dass dem Arzt klar wird, was er darf und was er zu unterlassen hat. Detailentscheidungen kann man auch in einer wirksamen Patientenverfügung an eine Vertrauensperson delegieren, die im Fall der Fälle bereit ist, die Verantwortung für die Auslegung der Patientenverfügung zu übernehmen.

Ab wann macht eine Patientenverfügung Sinn?

Das Recht auf Leben ist im Grundgesetz verankert, aber wie sieht es mit dem Recht auf Tod aus. Eine schwierige Frage, die immer wieder kontrovers diskutiert wird. Manchen Menschen bereitet die Vorstellung, irgendwann im Krankenbett dahinzuvegetieren mehr Angst als der Tod. Denn der Tod gehört zum Leben und vielleicht geht das Leben ja weiter, wenn wir diese Erde verlassen haben. Wer weiß es schon. Was kann das Leben auf der Erde in solch einer Situation schon noch bieten? Ist die Uhr dann nicht einfach abgelaufen und es ist Zeit zu sterben – und vielleicht wieder aufzustehen? Andererseits hat Gott uns das Leben gegeben. Insbesondere sehr gläubige Menschen sind deshalb der Meinung, dass nur Gott das Recht hat, es wieder zu nehmen. Kann der barmherzige Gott darauf bestehen, dass wir vielleicht jahrelang in einer Welt verbleiben, nur, um dahinzuvegetieren? Fragen über Fragen. Die Antworten darauf werden wir wohl nie bekommen. Aber sicher ist, dass es barmherziger wäre, zumindest unter bestimmten Umständen, dem Dahinvegetieren ein Ende zu bereiten. Deswegen kann eine Patientenverfügung, die dem nicht mehr lebenswerten Leben ein Ende bereitet, sinnvoll sein. Und Gott ist barmherzig.

Ein typisches Szenario

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Stellen Sie sich vor, ihr geliebter Partner oder ihre Partnerin müssten sich einer Operation am offenen Herzen unterziehen. Vor der Operation unterschreibt er im Krankenhaus eine Erklärung, die besagt, dass er in sämtliche denkbaren Behandlungen einwilligt, bei denen es sich laut der behandelnden Ärzte, um routinemäßige Eingriffe handelt. Trotzdem treten Komplikationen während der Operation auf. Ihr Partner liegt im Koma und lebt nur noch, weil er an verschiedene Geräte angeschlossen ist. Außerdem steht bereits fest, dass, wenn er jemals wieder aufwachen sollte aus dem Koma, ein erheblicher Hirnschaden bleiben würde. Und die Ärzte sagen auch, dass einige Organe schwer geschädigt sind. Trotzdem tun die Ärzte alles Mögliche, um Ihren Partner am Leben zu erhalten, was Sie verzweifeln lässt. Denn auch Ihr Partner hätte das nicht gewollt. Sie versuchen, die Ärzte zu überreden, die Geräte abzuschalten ohne Erfolg. Anders könnte das Szenario verlaufen, wenn Ihr Partner eine Patientenverfügung hinterlassen hätte, in der er bestimmt, dass er in einem solchen Fall keine lebensverlängernden Maßnahmen wünscht. Sie legen diese dem behandelnden Arzt vor, der keine aktive Sterbehilfe leisten darf. Er verspricht Ihnen aber, dass er die Dosis der Medikamente nicht weiter erhöhen wird. Ihr Partner stirbt in der folgenden Nacht. Die Patientenverfügung hat erreicht, dass er sterben durfte, da sie klare Weisungen zum Patientenwillen enthält, an die der Arzt gebunden ist.

Wann und für wen macht eine Patientenverfügung Sinn?

Anhand des obigen Beispiels lässt sich ableiten, ab wann und für wen eine Patientenverfügung Sinn machen kann. Denn einer solchen Operation kann sich jeder Mensch, auch schon in jungen Jahren, unterziehen müssen. Und jeder kann dabei ins Komma fallen und in die Situation geraten, dass Organschädigungen und Gehirnverletzungen unausweichlich sind. Schließlich sind Ärzte auch nur Menschen. Deswegen sollte sich jeder Mensch über eine Patientenverfügung Gedanken machen. Insbesondere aber ältere Menschen, da im Alter das Risiko steigt, schwer zu erkranken.

Mit der Patientenverfügung den eigenen Willen festlegen

Aber in der Patientenverfügung kann man nicht nur festlegen, wann Geräte abzuschalten sind. Sie können auch genau das Gegenteil darin festlegen und damit Ihren eigenen Willen ausdrücken. Wichtig dabei ist, dass die Patientenverfügung absolut bindend für den Arzt ist, wenn sie schriftlich festgelegt ist. Deshalb muss die Patientenverfügung unmissverständlich formuliert sein, um in einer Situation, in der Sie nicht mehr entscheiden können, Ihren Willen zu verwirklichen. Wer ausdrücklich wünscht, dass alle lebenserhaltenden Maßnahmen in der oben beschriebenen Situation ergriffen werden sollen, der kann auch dies in einer Patientenverfügung klar zum Ausdruck bringen. Denn jeder, der eine Patientenverfügung erstellt, in der festgelegt wird, dass in bestimmten Situationen alle Geräte abzuschalten sind, der verzichtet auf eine weitere Behandlung. Und damit vielleicht auf eine wenn auch noch so kleine Chance weiterleben zu können. Schließlich sind in Grenzsituationen Voraussagen über das Ergebnis medizinischer Maßnahmen und möglicher Folgeschäden nicht immer mit Sicherheit möglich.

Gibt es Patientenverfügungs Muster im Internet?

Patientenverfügungen müssen nicht aufwendig bei einem Anwalt erstellt werden. Es gibt auch eine ganze Reihe von Mustern und Vordrucken für Patientenverfügungen im Internet. Diese sind zumeist als PDF-Datei im Netz bereit gestellt, sodass man sie sich nur noch downloaden und ausdrucken muss. Schließlich sollen diese Muster noch ausgefüllt und unterschrieben werden. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, welches Formular für den betreffenden Fall am besten geeignet ist, denn es gibt fast ein Überangebot an Musterverfügungen.

Exakt formulierte Patientenverfügungen im Internet

Zu ungenau formulierte Patientenverfügungen eröffnen neue Spielräume für die Interpretation. Deshalb sollte man sich genau darüber informieren, was mit der Verfügung bewirkt werden soll und dementsprechend das richtige Formular auswählen. Es gibt unterschiedliche Anbieter für diese Vordrucke, darunter auch die Internetseiten des Justizministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums, Internetseiten von Landesärztekammern, verschiedenen Sozialverbände wie die Caritas, patverfue.de, bei verschiedenen Versicherungen, einigen Landratsämtern, Städten, Gemeinden und Kommunen, bei bestimmten Vereinen und Verbänden.

Welche Art von Verfügung wird benötigt?

Es muss geklärt werden, was für eine Verfügung benötigt wird, bevor man im Internet danach sucht, ob Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht, Konto- oder Depotvollmacht, Patientenverfügungen für bestimmte Erkrankungen und ob Organspende, Sterbehilfe und Sterbebegleitung darin geregelt sein sollen. Dann kann man sich im Netz auf die Suche begeben nach einem geeigneten Muster für eine Patientenverfügung. Man sollte auch die Verfügungen verschiedener Anbieter vergleichen, welche am exaktesten formuliert ist und welche auch wirklich den gültigen Rechtsnormen entspricht.

Die Suche nach der richtigen Verfügung im Internet

Man sollte sich die Zeit nehmen, mehrere Patientenverfügungsmuster durchzulesen, um dann zu entscheiden, welches für den entsprechenden Fall das Richtige ist. Das kann mitunter eine Weile dauern, denn es ist zum Teil eine Menge Papierkram zu bewältigen, um die richtige Verfügung zu finden. In die Suchmaschine sollte man außer dem Begriffen Patientenverfügung und Muster noch eingeben, um was für einen Fall es sich handelt, ob humanes Sterben, Krankheit, Unfall, Organspende, Betreuungsrecht, Kontoverfügung, psychische Erkrankung u. a.

Informationen und Vordrucke im Internet sorgen für Informationsvielfalt

Das kostenlose Angebot von Vordrucken von Patientenverfügungen im Internet sorgt nicht nur für eine Vereinfachung der Vorsorge im Krankheitsfall o.Ä., sie bewirkt auch eine Informationsvielfalt zu diesem Thema. Während bei dieser Thematik früher das Einschalten eines Anwaltes nahezu unumgänglich war, hilft heute in vielen Fällen das Internet weiter, und das nicht nur bei der Information über Patientenverfügungen, sondern auch durch die Bereitstellung von Vordrucken als Downloads.

Wozu schließt man eine Patientenverfügung ab?

Eine Patientenverfügung ist eine Verfügung für den Fall, dass eine Person ihren Willen nicht mehr wirksam erklären kann. Diese Situation kann durch unterschiedliche Krankheiten oder Unfälle hervorgerufen werden.

Wann sollte man eine Patientenverfügung verfassen?

Die Patientenverfügung ist seit 2009 gesetzlich verankert und stärkt die Rechte von Patienten. Gibt es eine Patientenverfügung, kann die Betreuung nicht ohne Weiteres eigenmächtig bestimmt werden. Niemand kann mit Sicherheit voraussagen, ob ein Unfall oder eine Krankheit einmal dazu führt, dass man seine Geschäfte nicht mehr selbstständig ausführen kann. Viele Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter auftreten, sind immer öfter Grund für eine Patientenverfügung. Das kann Demenz genauso wie die Parkinsonerkrankung sein. Und Unfälle machen auch junge Menschen handlungsunfähig.

Eine Patientenverfügung bindet den Arzt an den Willen des Patienten. Mit dieser Verfügung kann der Willenserklärer im Voraus festlegen, welche medizinische Versorgung er wünscht, wenn er nicht mehr zur eigenen Äußerung in der Lage ist. Der Patient legt fest, was mit ihm passieren soll, wenn er beispielsweise unheilbar erkrankt und im Sterben liegt oder wenn sein Gehirn unwiederbringlich geschädigt ist. Künstliche Beatmung, Schmerzmittel und künstliche Ernährung werden in der Patientenverfügung vom Patienten vor Eintreten einer solchen Situation selbst bestimmt.

Moralische und rechtliche Verpflichtung

Ist dieser nicht mehr in der Lage, selbstständig seinen Willen zu äußern, ist sein mutmaßlicher Wille entscheidend. Der ist in der Patientenverfügung dokumentiert. Hier hat er beispielsweise festgelegt, ob er eine künstliche Ernährung oder künstliche Beatmung wünscht, wenn dadurch der Tod hinausgezögert wird.

Schwierige Pflegesituationen in Pflegeheimen haben die Bevölkerung wachsamer werden lassen. Immer mehr Menschen möchte darüber bestimmen, wie die letzten Wochen ihres Lebens aussehen, wenn sie selber nicht mehr mit eigener Kraft entscheiden können. Durch eine Patientenverfügung bevollmächtigen sie den Betreuer, die lebenserhaltenden Geräte oder die künstliche Ernährung einzustellen, auch wenn Ärzte und Pflegekräfte dies nicht befürworten. Natürlich kann man auch im umgekehrten Fall anordnen, sämtliche lebenserhaltenden Maßnahmen so lange es geht durchzuführen. Hierin gibt die Patientenverfügung den Betroffenen ebenso viel Freiheit.

Bei einer Patientenverfügung gibt es also um wichtige ethische Fragen. Das Thema betrifft nicht nur Alte und Pflegebedürftige, denn auch junge Menschen können jederzeit von Unfällen betroffen sein. Will man medizinische Versorgung durch Apparate um jeden Preis oder sich nicht dieser Form der Medizin ausliefern? Um das beantworten zu können, muss man sich eingehend mit der Thematik beschäftigen. Nur dann ist eine Patientenverfügung für den Erklärenden und seine Angehörigen wirklich entlastend.

Wo liegt der Unterschied zwischen Betreuungsverfügung und Patientenverfügung?

Ein Unterschied ist darin begründet, dass die Patientenverfügung seit dem 01.09.2009 im BGB gesetzlich verankert ist und von einem Zeugen mit unterschrieben sein muss, der damit bekräftigt, dass der Schreibende beim Abfassen des Dokuments im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Die Betreuungsverfügung ist dagegen eine rein private Wunschäußerung. Sie ist an keine Form gebunden, kann handschriftlich verfasst werden und nur die eigene Unterschrift mit Datum ist notwendig. Ein Zeuge wird nicht benötigt. In der Patientenverfügung legt man fest, wie man medizinisch behandelt und gepflegt werden will, wenn die eigene Entscheidungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist und welche Wünsche man im Bezug auf lebensverlängernde Maßnahmen hat. In der Betreuungsverfügung benennt man einen eigenen rechtlichen Betreuer. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Patientenverfügung, da im Falle, dass man nicht mehr handlungsfähig sein sollte, immer ein gerichtlicher Betreuer benannt wird, der dann Vermögensangelegenheiten regelt, seine Zustimmung zu ärztlicher Behandlung gibt oder auch nicht und der eventuell auch den Aufenthaltsort des Patienten bestimmt. Viele Menschen sind in dem Glauben, dass automatisch der Ehepartner, die Eltern oder volljährige Kinder bestimmen können, was mit einem geschieht.

Das ist nicht der Fall. Es wird immer ein gesetzlicher Betreuer herangezogen, sodass der nahe Angehörige keine Entscheidungsgewalt hat, wenn keine Betreuungsverfügung zu seinen Gunsten erfolgt ist. Dagegen legt jemand bei einer Patientenverfügung nur die Wünsche für den Fall der medizinischen Behandlung und eventuellen Pflege fest, sollte er sich nicht mehr mehr selbst äußern können. Da der Arzt Leben erhalten soll, ist er ohne eine Patientenverfügung an lebenserhaltende Maßnahmen gebunden. Mit der Patientenverfügung entscheidet der Patient selbst mit einer konkreten Willensäußerung, welche ärztlichen Behandlungen er am Ende seines Lebens ablehnt. Mit der Betreuungsverfügung entscheidet der Patient selbst, wer die rechtliche Betreuung für ihn in allen Belangen, über die ärztliche und pflegerische Maßnahmen hinaus, übernimmt.

Insofern gibt es doch einen deutlichen Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Betreuungsvollmacht, auch wenn Leute meinen, es reiche, wenn sie nur eines von beiden ausgefüllt haben. Das beide Vollmachten aber je andere Bereiche abdecken, kommt man nicht umhin, eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsvollmacht gewissenhaft auszufüllen. Von Zeit zu Zeit sollte man überprüfen, ob derjenige, der als Betreuer eingesetzt wurde, auch weiterhin das Vertrauen genießt. Die Vollmachten können jederzeit geändert werden, müssen dann aber wieder mit neuem Datum, Unterschrift und bei der Vorsorgevollmacht auch entsprechend vom Zeugen gegengezeichnet werden.

Gibt es kostenlose Formulare für die Patientenverfügung?

Wer in die Situation kommt, eine Patientenverfügung zu erstellen, muss diese nicht kostenaufwendig von einem Juristen aufsetzen lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, diese bei bestimmten Einrichtungen und Organisationen zu bestellen oder sich einen Vordruck aus dem Internet ausdrucken zu lassen.

Kostenlose Formulare als Service von Sozialverbänden und Versicherungen etc.

Da der Wunsch nach Erstellung von Patientenverfügungen im Falle von Alter, Krankheit, Unfall, u.Ä. ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen darstellt, das nicht von Geldaufwendungen abhängig sein soll, haben sich eine ganze Reihe von Institutionen und Verbänden diesem Thema gewidmet. Die kostenlose Bereitstellung von Formularen für die Patientenverfügung wird als Service-Leistung verstanden und ist die beste Werbung dieser Einrichtungen in eigener Sache. Sie kommt unmittelbar den Hilfesuchenden zugute.

Das Anfordern von Vordrucken für Patientenverfügungen

Sobald man weiß, was für eine Patientenverfügung man benötigt, kann man sich an bestimmte Einrichtungen wenden, die sich dieser Thematik widmen. Dazu gehören Versicherungen, Landesärztekammern, Justizministerien, das Bundesgesundheitsministerium, die Sozialverbände, Städte, Gemeinden und Kommunen, sowie Vereine und Verbände, die ihre Hilfe bei der Erstellung von Patientenverfügungen anbieten und die entsprechenden Formulare zur Verfügung stellen. Oftmals reicht ein Telefonanruf, um zu klären, ob die betreffende Einrichtung das benötigte Material wie Formular und Ausfüllhilfe bereithält. Auch die Behördennummer 115 kann weiterhelfen. Hat man erst die richtige Einrichtung oder Organisation gefunden, und entspricht die Patientenverfügung im Wortlaut dem benötigten Dokument, kann das Formular gegebenenfalls postalisch angefordert werden. Auch Ärzte sollten in der Lage sein, darüber Auskunft zu geben, wie man an geeignete, kostenlose Formulare herankommt.

Das Downloaden von Vordrucken aus dem Internet

Wer Zugang zum Internet und einen Drucker hat, kann auch im Internet nach dem gewünschten Formular suchen. Suchmaschinen können die geeigneten Musterformulare ausfindig machen, die man downloaden und ausdrucken muss, um sie dann letztendlich noch auszufüllen. Das Angebot im Internet für Patientenverfügungen ist recht groß. Man sollte lediglich beachten, dass das entsprechende Formular für den Betroffenen geeignet ist, das heißt, dass die Formulierungen des Formulars den dem Einzelfall entsprechen müssen. Die Formulare sollten so gestaltet sein, dass auszufüllende Felder für die persönlichen Daten freigelassen sind. Oftmals sind diese Formulare selbsterklärend, sodass keine weitere Ausfüllhilfe benötigt wird.

Zeit nehmen, um das richtige Formular zu finden

Da es bei Behörden, Institutionen und im Internet nahezu ein Überangebot an unterschiedlichen kostenlosen Formularen für die Patientenverfügung gibt, sollte man sich die Zeit nehmen und diese miteinander vergleichen, bis man ein geeignetes ausfüllbares Muster gefunden hat. Es liegt im eigenen Interesse, den bestmöglichen Formularvordruck zu finden

Widerruf einer Patientenverfügung ist jederzeit möglich

Die Patientenverfügung ist geschrieben und bei den Verwandten und beim Hausarzt hinterlegt. Doch plötzlich ändern sich die Lebens- oder Behandlungsumstände, die seinerzeit zur Abfassung einer bestimmten Patientenverfügung geführt haben und der Patient möchte doch noch am Leben erhalten werden oder eben nicht.

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Patientenverfügung Formular aus dem ZDF WISO Tipp von heute abend kostenlos herunterladen. Oder einfach per mail anfordern unter wiso@spirofrog.de

Solange ein Patient seine Wünsche bewusst äußern kann, ist sein ausdrücklicher Wille vom behandelnden Arzt zu beachten. Es ist daher grundsätzlich jederzeit möglich, von einer Patientenverfügung zurückzutreten . Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Patient einsichtsfähig ist. Im Gegensatz zur Geschäftsfähigkeit, also der Fähigkeit im Rechtsverkehr Verbindlichkeiten zu begründen, werden an die Einsichtsfähigkeit geringere Anforderungen gestellt. Es genügt, dass der Patient seinen eigenen Willen bewusst zum Ausdruck bringen und die Konsequenzen seiner Entscheidung überblicken kann.

Der Rücktritt ist formlos möglich

Während die Patientenverfügung schriftlich abgefasst werden muss, knüpft das Gesetz an einen Rücktritt keine Formerfordernisse. Einfach ist es in den Fällen, in denen der Patient körperlich noch in der Lage ist, eine Patientenverfügung zu vernichten und eine neue Verfügung aufzusetzen. Es sollte dann nur unbedingt daran gedacht werden, dass auch die Exemplare, die beim Hausarzt oder den Familienangehörigen liegen vernichtet und durch ein neues Exemplar ersetzt werden. Auch ein einfacher am besten handschriftlicher Vermerk, dass die Verfügung nicht mehr gelten soll, reicht für den Widerruf aus.

Auch ein in Zeichensprache ausgedrückter Patientenwille ist für den Arzt maßgeblich

Der Rücktritt kann aber auch mündlich gegenüber dem behandelnden Arzt widerrufen werden. Und selbst dann, wenn der Patient nicht mehr sprechen kann oder nicht mehr in der Lage ist, die Patientenverfügung zu zerreißen oder eine neue Verfügung aufzusetzen, reichen einfache Gesten wie Nicken, Kopfschütteln oder Augenzeichen aus, um gegenüber dem Behandlungspersonal zum Ausdruck zu bringen, dass die ursprüngliche Patientenverfügung nicht mehr gelten soll. Wichtig ist nur, dass für den behandelnden Arzt auch auf Grund einer eventuellen Zeichensprache eindeutig erkennbar ist, dass der Patient seine Meinung geändert hat. Ein nur scheinbares Lächeln oder sonstige geringe Anzeichen eines Lebenswillens werden hierfür in der Regel nicht ausreichen. Ist der Patient nicht mehr in der Lage, seinen Willen gegenüber dem Behandlungspersonal zweifelsfrei zum Ausdruck zu bringen, so sind die behandelnden Ärzte an die in der Patientenverfügung getroffenen Anweisungen gebunden.

Wo lässt man eine Patientenverfügung erstellen?

Eine Patientenverfügung kann (ähnlich einem Testament) jederzeit selbst verfasst werden. Es bedarf nicht zwingend einer notariellen Beglaubigung, auch muss die Verfügung nicht offiziell erstellt werden. Theoretisch kann sie jeder einfach zuhause niederschreiben. Allerdings muss sie in Schriftform verfasst sein, mündliche Patientenverfügungen sind nicht gültig. Im Gegensatz zum selbst verfassten Testament kann eine selbst verfasste Patientenverfügung auch maschinell geschrieben sein oder ein entsprechender Vordruck ausgefüllt werden, der mit Datum und Unterschrift bestätigt wird. Diese Vordrucke werden inzwischen von unzähligen Stellen angeboten, zum Beispiel von kirchlichen Einrichtungen wie der Caritas oder der Diakonie, auch sind sie im Internet zu finden, zum Beispiel auf den Seiten der Ärztekammer. Die Voraussetzung dafür, eine eigenhändige Patientenverfügung zu verfassen oder ein entsprechendes Formular auszufüllen und zu unterschreiben ist allerdings die Fähigkeit, selbst schreiben zu können. Derjenige, der entsprechende Vorkehrungen mittels einer Patientenverfügung treffen will, muss in der Lage sein, das Schreiben entweder selbst zu verfassen und die Unterschrift zu leisten oder zumindest das von ihm ausgefüllte Formular eigenhändig unterschreiben zu können. Eine Unterschrift im Auftrag ist hier grundsätzlich nicht möglich, auch nicht von Betreuern oder Bevollmächtigten.

Hier gibt es wiederum die Möglichkeit, eine Patientenverfügung notariell erstellen und beglaubigen zu lassen. Ist der Verfasser nicht mehr in der Lage, die Patientenverfügung selbst zu erstellen oder zu unterschreiben, muss ein Notar dies beglaubigen. Personen, die nicht schreiben können, müssen eine Patientenverfügung generell vom Notar erstellen lassen.

Da der Wortlaut einer Patientenverfügung unbedingt korrekt und verständlich verfasst sein sollte, ist es ratsam, sich vor der Erstellung einer Patientenverfügung entsprechend beraten zu lassen. Dies ist natürlich zum einen beim Notar der Fall, auch können Ärzte oder Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen Hilfestellung bei der Formulierung geben. Tatsächlich sind hier Formulare, zum Beispiel die der Ärztekammern sinnvoll, da sie fachlich ausgedrückt und dennoch leicht verständlich formuliert sind, sodass sie behandelnden Ärzten und Verfassern gleichermaßen dienen. Dies sollte ohnehin bei jeder Patientenverfügung der Fall sein.

Die Frage, wo man am besten eine Patientenverfügung erstellen lassen sollte, kommt letztlich ganz auf die körperlichen Fähigkeiten des Verfassers an, sowie auf die Gabe, seinen Willen zielgerichtet, klar und für jedermann verständlich auf Papier bringen zu können. Wer sich hier unsicher ist oder schlicht nicht (mehr) die körperlichen Fähigkeiten zur Erstellung einer Patientenverfügung mitbringt, sollte hierfür einen Notar aufsuchen.

Welche Form sollte eine Patientenverfügung haben?

Bei der Erstellung einer Patientenverfügung muss neben dem Inhalt auch die Form beachtet werden, in der die Patientenverfügung erstellt wird. Die Einhaltung der Form ist daher wichtig, da eine Patientenverfügung, die nicht in der vorgeschriebenen Form erstellt wurde, unwirksam sein könnte. Eine unwirksame Patientenverfügung müsste von den behandelnden Ärzten nicht mehr beachtet werden, sodass diese Unwirksamkeit schließlich dazu führen würde, dass der Wille des Patienten bei der Behandlung nicht mehr beachtet wird, sondern eine Behandlung erfolgt, wie sie von den Ärzten für nötig gehalten wird.

Die schriftliche Patientenverfügung

Im Bürgerlichen Gesetzbuch in § 1901a ist festgelegt, dass die gültige Form für die Patientenverfügung die Schriftform ist. Schriftform bedeutet aber nicht, dass die Patientenverfügung auch mit der Hand geschrieben sein muss. Für die Erfüllung dieser Voraussetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, sich ein vorgefertigtes Formular aus dem Internet auszudrucken. Auf diesem Formular sind die wesentlichen Punkte einer Patientenverfügung enthalten, man muss nur die zutreffenden Punkte ankreuzen, die man in seiner Patientenverfügung unbedingt regeln möchte. Wenn diese vorgefertigten Formulare den eigenen Bedürfnissen nicht entsprechen, kann man eine Patientenverfügung auch selbst verfassen, sodass sie alle Regelungen enthält, die man treffen möchte. Man kann dabei seine Patientenverfügung natürlich handschriftlich verfassen, kann sie aber auch auf dem PC oder einer Schreibmaschine tippen. Wichtig ist, dass die Patientenverfügung beim Tippen auf dem PC auch ausgedruckt wird. Für die Erfüllung der Schriftform muss ein Dokument in Papierform vorliegen. Die Patientenverfügung muss vom Ersteller eigenhändig unterschrieben sein. Ist der Patient nicht dazu in der Lage, kann er die Patientenverfügung auch mit einem von ihm gewählten Handzeichen signieren. Dieses muss von einem Notar beglaubigt werden. Ist der Ersteller nicht in der Lage, Unterschrift oder Handzeichen zu leisten, muss die Patientenverfügung von einem Notar beurkundet werden.

Die mündliche Patientenverfügung

Nach oben genannten Ausführungen ist eine mündliche Patientenverfügung grundsätzlich unwirksam. Jedoch muss das nicht bedeuten, dass der Wille des Patienten außer Acht gelassen wird, wenn er nur mündlich geäußert wurde. Näheres dazu regelt § 1901b im Bürgerlichen Gesetzbuch. Demnach kann der Arzt vor der Behandlung mit Angehörigen und einem möglicherweise existierenden Betreuer des Patienten versuchen, seinen Willen aus den Gesprächen zu ermitteln. Die Angehörigen können dem Arzt somit mitteilen, welche Vorstellungen der Patient ihnen gegenüber geäußert hat. Nach diesen Wünschen des Patienten, die durch die Angehörigen dem Arzt mitgeteilt werden, kann die Behandlung dann erfolgen. So kann auch eine mündlich mitgeteilte Patientenverfügung Geltung erreichen, auch wenn sie schwieriger zu ermitteln ist.

Wo bewahrt man eine Patientenverfügung am besten auf?

Die beste und detaillierteste Patientenverfügung ist nichts wert, wenn sie nicht im Notfall sofort zur Verfügung steht. Man sollte also besser kein todsicheres Geheimversteck wählen, das man hinterher noch selber vergisst. Am besten ist ein leicht zugänglicher Aufbewahrungsort bei anderen Papieren, die auch gut sortiert und griffbereit im Schrank liegen sollten. Vor allem aber bietet es sich an, zur Sicherheit einen Hinweis in der Brieftasche über Art und Ort der Verfügung sowie den Namen des dort genannten Bevollmächtigten zu haben. Ein passender Platz wäre beispielsweise direkt beim Personalausweis.

Andere informieren über das Testament, die Vorsorgemappe und das bestehen einer Patientenverfügung

Wichtig ist auch, andere Personen über die Existenz und den Aufenthaltsort der Verfügung zu informieren. Bei Menschen mit einem Lebenspartner und engem Kontakt zu Kindern oder anderen Familienmitgliedern ist dies eine ziemlich problemlose Angelegenheit. Im Idealfall sollten mehrere Menschen informiert sein und nicht nur der in der Verfügung genannte Bevollmächtigte. Man muss immer damit rechnen, dass Menschen nicht erreichbar sind. Zwar kann man dem Hausarzt, dem Bevollmächtigten oder einem Notar Kopien geben, aber man muss bedenken, dass im Endeffekt doch nur das Original zählt. Aber es ist natürlich insofern sinnvoll, als dass die Existenz und der Inhalt der Verfügung dadurch prinzipiell dokumentiert sind.

Zentrale Aufbewahrung oder Registrierung

Alleinstehende allerdings sollten sich ihre Vorgehensweise besonders genau überlegen, damit die Vollmacht im Notfall nicht allein und unerreichbar in der Wohnung liegt. Aber nicht nur für diese bieten sich zentrale und – wenn es nicht wie bei der Deutschen Hospiz Stiftung von einer Mitgliedschaft abhängig ist – kostenpflichtige Register an. Bei manchen erhält man dann eine scheckkartengroße Karte, auf der alles Wichtige steht, und die man in der Brieftasche mit sich führt. So kann die Verfügung zu jeder Tageszeit vom behandelnden Arzt abgerufen werden. Die ist beispielsweise der Fall bei dem in Mainz gelegenen Zentralarchiv für Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen des Roten Kreuzes (zentralarchiv.info), wo man für den Dienst einmalig 60 Euro bezahlt. Einen Hinterlegungsservice für 1,50 Euro monatlich (für Nichtmitglieder) bietet der Humanistische Verband Deutschlands in seiner in Berlin ansässigen Bundeszentralstelle Patientenverfügung (patientenverfügung.de) an. Außer der obligatorischen Hinweiskarte bekommt man auf Wunsch für 20 Euro einen Notfallpass, der auch noch die Verfügung in Kurzform enthält. Nur die Existenz der Verfügung wird gegen eine einmalige Gebühr beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer (vorsorgeregister.de) registriert. Dies kann man problemlos online erledigen. Dabei werden auch die Daten der Vertrauensperson gespeichert, die darüber automatisch informiert wird.

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